ADCADA Geschäftsführer Benjamin Kühn

ADCADA auf der Warnliste Geldanlage: Stellungnahme

In Bezug auf Werbung für Finanzprodukte herrschen in Deutschland strenge Richtlinien zur Gestaltung zum Zwecke des Verbraucherschutzes. ADCADA durfte sich im Zuge ihrer Werbemaßnahmen mit Aufsichtbehörden und Finanzwächtern auseinandersetzen und so die Grenzen der Werbesprache auf dem Kapitalmarkt erfahren. Die Anlageangebote von adcada.money werden seit geraumer Zeit von der Verbraucherzentrale Hessen und von Finanztest kontrolliert. Lesen Sie hier von unseren Erfahrungen mit den Kontrolleuren.

Werbende für Finanzprodukte und -dienstleistungen müssen strengen Gesetzen und Vorschriften folgen, um ihre Werbebotschaften transparent an potenzielle Kunden zu bringen. ADCADA greift seit der Gründung 2015 auf bewährte Mittel der Geldbeschaffung zurück: Crowdinvesting durch das Fremdkapital privater Anleger. Im Gegenzug gewährt ADCADA ihren Anlegern einen vertraglich vereinbarten Prozentsatz an Zinsen für ihr Investment.

adcada.money Geldanlage

Die Problematik:

ADCADA wurde 2018 von der Verbraucherzentrale Hessen und Stiftung Warentest mit dem Vorwurf der „irreführenden Werbung" konfrontiert. Uns ist bewusst, dass wir der Komplexität des Falles nicht in jedem Detail gerecht werden können. Dennoch bieten wir hier einen möglichst sinngetreuen, logisch nachvollziehbaren Rückblick der Geschehnisse unsererseits. Die erste Abmahnung, die wir durch die Verbraucherzentrale Hessen erhielten, bezog sich auf den Wortlaut Festgeldanlage. Da diese Umschreibung tatsächlich nicht den Kern unserer Geldanlage wiederspiegelte, stellten wir die Werbung ein. Davon berichtete auch Marktwächter Wolf Brandes von der VZ Hessen auf deren Homepage korrekt. 

Es folgte die Abänderung der Werbeformulierung auf "Festgeld-Alternative". Eine Alternative, so der Duden Online, ist eine „zweite, andere Möglichkeit“. Und genau die bieten wir mit unseren Finanzprodukten an. Dennoch erfolgte erneut eine Abmahnung durch die VZ Hessen für - und hier liegt der Knackpunkt - nicht nur das Wort "Festgeld-Alternative", sondern zusätzlich die Beschreibung Geldanlage, die die Sicherheit klassischer Festgeldanlagen mit sich bringt“. In der öffentlichen Berichterstattung tritt die Kombination beider Phrasen, die erst zur Abmahnung geführt hat, leider viel zu undeutlich hervor. Der Vorwurf der VZ bezieht sich nicht auf die "Festgeld-Alternative" allein. Damit dürfen und werden wir weiterhin werben.

Dieser Umstand hat das Potenzial, zu einem schädlichen Missverständnis zu führen. Daher haben wir uns schriftlich an den Marktwächter Wolf Brandes von der VZ Hessen gewendet, um den Fall mit ihm zu bereden. In seiner Funktion als Marktwächter erschien uns Herrn Brandes durchaus gründlich, wodurch wir uns zu diesem Zeitpunkt dagegen entschieden, die Öffentlichkeit zu suchen. Nun folgte aber der nächste Schritt.

Die Warnliste Geldanlage und wie man zum Bestandteil wird

Die Berichte der VZ führten dazu, dass sich ein weiteres Organ einschaltete: Finanztest von Stiftung Warentest, Kontrolleure des Kapitalmarktes. Von einem unserer Anleger erfuhren wir, dass unser Firmenname auf der Warnliste Geldanlage von Stifung Warentest auftaucht. Er wandte sich besorgt um sein Geld an uns, was wir durchaus verstehen können. So wurden wir stutzig: Ist es üblich, dass ein Unternehmen ganz ohne vorherigen Kontakt auf eine Blacklist gesetzt wird?

Finanztest schreibt selbst, dass auf der Warnliste „negativ bewertete […] Geldanlageangebote aufgelistet“ sind. Diese sind nach verschiedenen Kategorien geordnet. Die adcada GmbH wird unter "Warnungen von Aufsichtsbehörden/Verbraucherzentralen" geführt, was auf wahren Aussagen beruhrt. Trotzdem wunderten wir uns zurecht, dass eine Warnung seitens einer VZ die direkte Auflistung nach sich zieht, obwohl wir auf die erste Abmahnung wie bereits geschrieben, folgerichtig reagiert haben und uns seither daran halten. Was ist mit dem deutschen Grundsatz, von der Unschuld des Betroffenen auszugehen?

Die Warnliste von Finanztest kostet 2,50€ in der Anschaffung. Ein eher kleiner Betrag im Angesicht des Versprechens, vor unseriösen oder "unrentablen" Geldanlageangeboten zu warnen. Fraglich allerdings, ob die Redakteurin, die die Entscheidung traf, uns auf die Warnliste zu setzen, Geld in Ihre Recherche investiert hat. Schließlich, und hier wiederholen wir uns, wurde kein Kontakt zu uns gesucht. Die Entscheidung entsprach wohl eher dem Folgeprinzip "VZ sagt, wir machen es so", so jedenfalls der Eindruck, den wir vermittelt bekommen haben. Da haben wir uns natürlich gefragt, ob die Vorwürfe durch Finanztest näher überprüft worden sind. Wir wollten uns, anders als es andersherum der Fall gewesen war, direkt an die Redakteurin des Hinweises, dass die adcada GmbH auf die Warnliste Geldanalge gesetzt worden ist, wenden, um eben diese Fragen zu klären.

Der Austausch mit der Finanztest-Redakteurin

Wir haben uns also, mit dem aufrichtigen Ziel, ADCADA als seriöses Unternehmen vorzustellen, mit einem aufwendig ausgearbeiteten Schreiben an Frau Ariane Lauenburg von Finanztest gewendet. Schnell erhielten wir die Antwort in Form neuer Kritik an unseren aktuellen Finanzangeboten. Die Begründung, die knapp mitgeliefert wurde, sprach davon, dass garantierte feste Zinsen "suggeriert" werden könnten. Dabei befinden sich auf dem verlinkten Werbeangebot keine Vokabeln wir "Garantie" oder gar "absolute Sicherheit".

An dieser Stelle möchten wir Sie bitten, sich eine eigene Meinung von unserer Geldanlage mit adcada money zu machen.

Gerne nehmen wir Kritik an Stellen, wo sie berechtigt ist, auf, um uns für unser zukünftiges Handeln zu verbessern. Dass eine Suggestion aber dazu reichen soll, eine Entscheidung zu treffen, eine Firma auf eine Blacklist zu setzen, war für uns mehr als unverständlich. Schließlich hat man den Platz auf der Warnliste ganze zwei Jahre inne, anscheinend egal, ob man einlenkt oder einfach stur weitermacht. Das ist für unser Verständnis unfair.

In Folge des ersten Austausches mit Finanztest waren wir nun diejenigen, die Fragen stellten. Unsere Presseanfrage wurde von Ariane Lauenburg mit dem Hinweis beantwortet, dass es die „satzungsmäße Aufgabe“ von Stiftung Warentest sei, „Verbraucher vor solchen Angeboten zu warnen“. Die Verbindung zur VZ erklärt sie wie folgt: Die Stiftung Warentest „verfolgt die Arbeit des vzbv und der einzelnen Verbraucherzentralen intensiv und kontinuierlich und pflegt mit ihnen eine regelmäßige Zusammenarbeit.“ Darüber hinaus erklärt Sie, dass die Stiftung Fördermitglied des Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. sei. Insoweit hätten sie „selbstverständlich im Zusammenhang mit der Berichterstattung Kontakt zur Verbraucherzentrale Hessen“ gehabt. Von dort hätten sie „die Informationen über die Abmahnung [ADCADAs] wegen irreführender Werbung erhalten.“

Auf die Frage, warum man uns als Firma vollständig außen vor gelassen habe, bevor berichtet wurde, antwortete die Finanztest-Redakteurin, dass es „um unseriöse Werbung für Produkte [gehe], die anders als die Festgeldwerbung suggeriert, Anlegern auch Verluste bringen können.“ Dieser Antwort folgend, scheint es unnötig zu sein, sich mit dem dahinterstehenden Unternehmen zu befassen. Dass durch die Nennung auf der Warnliste aber sehr wohl das Gesamtunternehmen abgestraft wird, kam nicht zur Sprache.

Außerdem wird hier wieder der Vorwurf des Wortes "Festgeld" aufgegriffen, was darauf hin deutet, dass die genauen Verhältnisse in Bezug auf unsere Abmahungen durch die VZ nicht korrekt erfasst wurden. Im Gegensatz dazu nehmen wir sehr wohl ernst, dass Frau Lauenburg schreibt, unsere Werbung habe "bei Verbrauchern den Eindruck erweckt, dass es hier um eine Festgeldanlage geht, bei der kein Geldverlust möglich ist.“ Dieser Kritik möchten wir natürlich nachkommen und unseren Kunden immer ein offenes Ohr im Fälle von Zweifeln bieten. Unser überwiegender Eindruck, der sich über Jahre gefestigt hat, ist allerdings ein sehr positiver, der sich eben nicht nur durch eine vertragliche Verbindung kennzeichnet, sondern auch durch persönliche Beziehungen, die wir auf unseren jährlichen Investorentreffen zu den Anlegern aufbauen können, die es wünschen.

Im Übrigen...

Stiftung Warentest hat kürzlich, wie Spiegel Online berichtete, im Zusammenhang mit nicht markierten, bezahlten Bewertungen erklärt, warum Kundenmeinungen auf Portalen wie Amazon oft weit auseinander gehen. Sie warnten in diesem Zusammenhang davor, zu sehr auf Kundenbewertungen zu vertrauen. Geprägt durch unsere Erfahrungen kommen wir nicht umhin, die Bewertungsmaßstäbe der Stiftung selbst in Frage zu stellen. Auf jeden Fall kann es sich nur als klug herausstellen, skeptisch an jede Fremdeinschätzung heranzugehen. Das möchten wir Interessenten unserer Geldanlage ans Herz legen.